Es ist einer schöner Ort, in einer Kirche mit allem an Kunsthandwerk, was Quebec so zu bieten hat, darunter eben auch Stücke, die es in Deutschland möglicherweise nicht in ein Museum geschafft hätten. Die ständige Austellung ist jedoch liebevoll eingerichtet und es gibt eine sehr gute Audioführung von einem bekannten zeitgenössischen Schriftsteller aus Québec.
Auf eine Sonderaustellung, die dort alle sechs Wochen stattfindet, arbeite ich hin. Mit den Arbeiten in meiner Werkstatt, aber auch durch die Mitarbeit in der Bastelwerkstatt des Museums.
In den Wintermonaten werden jeden Tag Schüler durch das Museum geführt. Um die großen Gruppen von 50 Kindern in den Griff zu kriegen, macht die Hälfte der Gruppe zuerst eine Führung durch das Museum, meistens beschränkt auf ein Handwerk, während der andere Teil in die Bastelwerkstatt geht, wo ich dann zusammen mit anderen Volunteers bereitstehe, um den Kindern bei der Fertigung eines kleinen Holzstuhles behilflich zu sein, wenn es beispielsweise um's Tischlern geht. Danach wechseln die Gruppenteile.
Eine kleine Auswahl meines Schmuckes liegt im Museumsshop bereit und auch sonst versuche ich mich mit der Örtlichkeit vertraut zu machen.
Zuerst hatten wir noch gelacht, als ich vorschlug auch mal eine Führung in Deutsch zu halten, weil ich dann schnell verstanden hatte, dass kaum Deutsche ins Museum kommen und wenn, dann würden sie halt auch gut Englisch oder Französisch sprechen. Aber drei Wochen später kam eine Anfrage, ob ich nicht für die Alexander von Humboldt German International School Montreal die Übersetzung für die Führung machen könnte, aha.
Ansonsten habe ich Arbeit gefunden in der Grundschule der Kinder. Ich gebe dort einen Kurs in Holzbearbeitung,"the Wood and Wonder Craft Shop". Klassenstufe 1-3. Ich habe neun Schüler. Gut, dass ich diese Art von Kurs schon oft in Deutschland gemacht hatte, so dass ich mich nur sprachlich irgendwie durchwursteln muß.
Mein Bildhauerkurs hat wieder angefangen, auch der Französischkurs läuft seit Januar weiter, unsere Musicalproduktion ( keine Sorge dazu gibt es noch einen ausführlichen Blog ) läuft auf Hochtouren, künstlerisch versuch' ich mich neben dem Gesang auch einzubringen, indem ich beim Bühnenbild mithelfe. Na, ja. Zumindest die Grobarbeit, streichen und so ;).
Alles ist irgendwie ein Flickenteppich und man kann nicht sagen, dass ich einer geregelten Arbeit nachgehe, aber solange ich im Kopf die verschiedenen Stränge fest in der Hand halte, bringen mich die unterschiedlichen Tätigkeiten auch irgendwie weiter.
Hier ist übrigens noch tiefster Winter, wie Euch der Schlittschuhläufer gerade zeigt.




Liebe Cora, das hört sich ja alles toll an. Ich beneide Dich um Deine neuen Erfahrungen. Der Eislaufvogel ist klasse!
AntwortenLöschenLG
Karin