Sonntag, 8. Dezember 2013

Skulpturenkurs und Ausstellungsoption


Über das Veranstaltungsprogramm in St-Lambert habe ich einen Skulpturenkurs gefunden im „Maison des Beaux Arts de la Rive-Sud“. Der Skulpturenkurs war anfangs irgendwie der reinste Witz. Durch sprachliche Missverständnisse, hatte ich gedacht das „Maison des Beaux Arts“ sei verbunden mit der Kunsttherapiepraxis hier in St.Lambert. Wie sich dann aber herausstellte, war es ein abgeteilter Raum in einer Seniorenwohnanlage. Die einzige weitere Mitstreiterin ist nach einer Woche abgesprungen, nachdem klar wurde „wir können hier alles machen…, nur unsere Materialien und Werkzeuge müssen wir selber mitbringen“. M. Sherban Popa ein ausgedienter Künstler aus Rumänien, hilft uns dann bei der Realisierung unserer Ideen.
Na, Toll!. Mir wurde ziemlich schnell klar. Ich werde hier nicht mein ganzes Werkzeug und meine Materialien (auf dem Fahrrad 25 min) anschleppen, um dann in einem Raum möglichst wenig Dreck machen zu dürfen. Also habe ich M.P. vorgeschlagen über meine Arbeiten zu diskutieren, Vorschläge zur Verbesserung zu geben und mich zu beraten, wie ich meine Sachen hier am besten verkaufen kann. Dass er dabei auch noch über Kunst philosophiert und versucht meinen Werken einen tieferen Sinn zu geben, stört mich überhaupt nicht. Das Gute an den Beratungen ist wirklich, das ich jede Woche was vorweisen muß und dann Rede und Antwort stehen muß, warum ich was, wie geschnitzt habe und er dann meint, mach doch so, dann kommt dieses oder jenes Detail viel besser zur Geltung.
Beim letzten Treffen bevor ich meine Sachen dem Galeristen vorstellen wollte, der zu mir gesagt hatte, er würde mir die Arbeiten auch abkaufen, wenn sie ihm gefallen, meinte M.P., der sonst auch mit Kritik nicht hinter den Berg hält: „C’est beau. C’est vraiement très, très beau!“
Er hat mir angeboten, mir den Kontakt zu dem Direktor des Museums „Le Musée des maîtres et artisans du Québec“ zu vermitteln. Das ist ein größeres Projekt, denn um mich dort für eine Ausstellung zu bewerben, brauche ich ein gutes schlüssiges Konzept mit den anderen üblichen Unterlagen wie,  Informationen zu meinen Materialien, zu meiner Arbeitsweise, Lebenslauf etc., natürlich alles auf Französisch und am besten natürlich ein paar äußerst überzeugende Kunstobjekte. Das ist das Vorhaben für die ersten drei Monate 2014 bis der Tourismus in meiner Galerie wieder anläuft.

1 Kommentar:

  1. Liebe Cora, dann werde ich als Erste mal die Kommentarfunktion nutzen.
    Ich habe die Blog-Adresse von Pia (eine ehemalige Kollegin) bekommen.
    Ich finde Deine bisherigen Einträge total spannend, mehr davon!
    Finde ich klasse, dass Du doch mitgegangen bist und es nicht bereuen wirst.
    Bis bald und liebe Grüsse
    von Karin

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