Über das
Veranstaltungsprogramm in St-Lambert habe ich einen Skulpturenkurs gefunden im
„Maison des Beaux Arts de la Rive-Sud“. Der Skulpturenkurs war anfangs irgendwie
der reinste Witz. Durch sprachliche Missverständnisse, hatte ich gedacht das „Maison des Beaux Arts“ sei verbunden mit der Kunsttherapiepraxis hier in
St.Lambert. Wie sich dann aber herausstellte, war es ein abgeteilter Raum in
einer Seniorenwohnanlage. Die einzige weitere Mitstreiterin ist nach einer
Woche abgesprungen, nachdem klar wurde „wir können hier alles machen…, nur
unsere Materialien und Werkzeuge müssen wir selber mitbringen“. M. Sherban Popa
ein ausgedienter Künstler aus Rumänien, hilft uns dann bei der Realisierung
unserer Ideen.
Na, Toll!. Mir wurde ziemlich schnell klar. Ich werde hier
nicht mein ganzes Werkzeug und meine Materialien (auf dem Fahrrad 25 min)
anschleppen, um dann in einem Raum möglichst wenig Dreck machen zu dürfen. Also
habe ich M.P. vorgeschlagen über meine Arbeiten zu diskutieren, Vorschläge zur
Verbesserung zu geben und mich zu beraten, wie ich meine Sachen hier am besten
verkaufen kann. Dass er dabei auch noch über Kunst philosophiert und versucht
meinen Werken einen tieferen Sinn zu geben, stört mich überhaupt nicht. Das
Gute an den Beratungen ist wirklich, das ich jede Woche was vorweisen muß und
dann Rede und Antwort stehen muß, warum ich was, wie geschnitzt habe und er dann meint, mach
doch so, dann kommt dieses oder jenes Detail viel besser zur Geltung.
Beim letzten Treffen bevor ich meine Sachen dem Galeristen
vorstellen wollte, der zu mir gesagt hatte, er würde mir die Arbeiten auch
abkaufen, wenn sie ihm gefallen, meinte M.P., der sonst auch mit Kritik nicht
hinter den Berg hält: „C’est beau. C’est vraiement très, très beau!“
Er hat mir angeboten, mir den Kontakt zu dem Direktor des
Museums „Le Musée des maîtres et artisans du Québec“ zu vermitteln. Das ist ein
größeres Projekt, denn um mich dort für eine Ausstellung zu bewerben, brauche
ich ein gutes schlüssiges Konzept mit den anderen üblichen Unterlagen wie, Informationen zu meinen Materialien, zu meiner
Arbeitsweise, Lebenslauf etc., natürlich alles auf Französisch und am besten
natürlich ein paar äußerst überzeugende Kunstobjekte. Das ist das
Vorhaben für die ersten drei Monate 2014 bis der Tourismus in meiner Galerie wieder
anläuft.

Liebe Cora, dann werde ich als Erste mal die Kommentarfunktion nutzen.
AntwortenLöschenIch habe die Blog-Adresse von Pia (eine ehemalige Kollegin) bekommen.
Ich finde Deine bisherigen Einträge total spannend, mehr davon!
Finde ich klasse, dass Du doch mitgegangen bist und es nicht bereuen wirst.
Bis bald und liebe Grüsse
von Karin